Gespinste - Die Gespinstmotte

Ganze Bäume sind eingehüllt wie in ein silbrig glänzendes Spinnennetz, haben so gut wie keine Blätter mehr. Dieses gespenstisch aussehende Phänomen lässt sich derzeit in den Siegauen beobachten.

 

Ursächlich sind aber keine Spinnen, sondern die massenhaft auftretenden Raupen der Gespinstmotte, die zur Familie der Schmetterlinge gehört. Die Gespinnstmotte legt in bestimmten Baumarten (insbes. Obstbäume und Sträucher) Eier ab, in denen die Larven überwintern. Im Mai des folgenden Jahres schlüpfen diese dann und ernähren sich im Raupenstadium von den Blättern des Wirtsbaumes . Zum Schutz vor Fressfeinden und Wettereinflüssen umgeben sich die Raupen mit einem ausgedehnten Gespinst. Darunter geschützt fressen sie den gesamten Baum kahl. Mitte Juni/Juli schlüpfen aus den Raupen die Gespinstmotten. Diese kleinen, weißen Falter paaren sich, legen erneut Eier ab - und der Kreislauf setzt sich fort.

 

Abgesehen von dem "gespenstischen" Aussehen sollen die Bäume keinen größeren Schaden nehmen. Bereits Ende Juni treiben sie im sog. Johannistrieb neu aus.